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Donnerstag, 14 Dezember 2017 10:43

Vereinigte Staaten: Erste Testfahren der neuen Metro-Züge von Bombardier

r179

Foto Bombardier.

Derzeit befindet sich der erste Zug mit acht von 300 bestellten neuen Wagen R-179 von Bombardier im Versuchseinsatz der New Yorker Metropolitan Transportation Authority (MTA). Seit dem Beginn der Einsätze am 19. November musste dieser aber schon mehrmals aus dem Verkehr gezogen werden, während sich die Passagiere an Bord befanden.

Bei der letzten solchen Unterbrechung entschied sich die MTA, die 30-Tage-Testperiode für eine Woche auszusetzen. "Diese Züge funktionieren nicht gut und wir haben ein Problem", sagte Andrew Albert, Vorstandsmitglied der MTA, gegenüber den New York Daily News.

Der Präsident von NYC Transit, einer Abteilung der MTA, ist optimistischer: "Die Probleme wurden identifiziert und korrigiert, was erklärt, weshalb die Versuche inzwischen wieder aufgenommen wurden", sagte Phil Eng und klang vorsichtig optimistisch.

Bombardier erkennt seine Fehler an und argumentiert, dass die aufgeworfenen Fragen "geringfügig" seien. Es sei normal, dass es Dinge gibt, die während ihrer Probezeit nicht 100% laufen, und die technischen Elemente wurden von Bombardier schnell korrigiert, sagte Sprecher Eric Prud'Homme. "Die R-179-Fahrzeuge enthalten neue, fortschrittliche Technologien, und wir müssen sicherstellen, dass die Betreiber diese Technologien verstehen und dass sie ordnungsgemäß in das MTA-Metrosystem integriert werden".

Die MTA muss dringend ihre alternde Flotte ersetzen, da das Durchschnittsalter der Züge 22 Jahre beträgt. Die neuen R179 im Wert von je 2 Mio. USD sollen die R42 und R32, einige der ältesten Fahrzeuge der MTA, ersetzen und die J-, Z- und C-Linien bedienen.

Bombardier ist mit der Auslieferung der R-179 fast zwei Jahre im Rückstand. Das war auch der Grund, weshalb Bombardier von einer Ausschreibung zur Lieferung neuer Züge im Wert von 3 Mrd. USD für die MTA ausgeschlossen wurde. Bis heute wurden nicht weniger als 1.900 New Yorker Metro-Wagen von Bombardier gebaut, ganz zu schweigen von den 300 R-179, die ab 2015 ausgeliefert werden sollten, die aber voraussichtlich erst Ende 2018 fertig werden.

Die nächste Belastungsprobe für Bombardier kommt am 19. Dezember: Dann muss das US-Handelsministerium entscheiden, ob es tatsächlich Ausgleichszölle in Höhe von 300% für Flugzeuge der C-Serie erhebt, die von Bombardier an Delta Airlines verkauft werden. Probleme bereiten Bombardier zudem die Verspätungen von Zügen für Toronto.

WKZ, Quelle Journal de Montreal

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