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Freitag, 15 August 2014 16:17

China: Neue Bahnlinie im Tibet in Betrieb genommen

In China wurde am 15.08.14 eine neue Bahnverbindung innerhalb der autonomen Region Tibet zwischen der Hauptstadt Lhasa und der zweitgrößten Stadt Xigaze eingeweiht. Es handelt sich um die Erweiterung der 2006 in Betrieb genommenen, 1956 km langen Qinghai-Tibet-Eisenbahn, die einzigartig eine Höhe von über 5.000 m über dem Meeresspiegel erreicht.

Der Eröffnungszug K9821 verließ den Bahnhof Lhasa am 16.08.14 um 9 Uhr. Die Kosten für die 251 km lange Strecke betragen 1,6 Mrd. Euro. Die Strecke hat 12 Unterwegs-bahnhöfe und ist für eine Geschwindigkeit von 120 km/h und eine Frachtkapazität von 8,3 Mio. t/Jahr ausgelegt. Aufgrund der komplizierten geologischen Bedingungen besitzt die Strecke 29 Tunnel und 116 Brücken. So durchquert sie den 60 km langen Yarlung Zangbo River Grand Canyon, welcher mehrere thermiche Sprudel mit 40-60C aufweist. Die Strecke ist deshalb mit über 6000 Euro/m die teuerste in China gebaute Bahnlinie.

Mit der Bahnverbindung will China die soziale und wirtschaftliche Entwicklung Tibets vorantreiben. Langfristig wollen die Chinesen aber einen kompletten Ring um Tibet mit Anschluss an Pakistan bauen. Der Ring wird dann in Ürümqi geschlossen. Damit könnte man Truppen schneller an die indische Grenze transportieren, so dass die Bahn nicht nur wirtschaftlichen oder kulturellen Interessen dient.

WKZ, diverse Quellen

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