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Dienstag, 08 Juni 2021 07:00

Malawi/Mosambik: Grundstein zur Rekonstruktion der Eisenbahnlinie Mutarara - Malawi

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Fotos  Präsidentschaftsportal, CFM.

Der Präsident der Republik Mosambik, Filipe Jacinto Nyusi, legte am 29.05.2021 den ersten Stein für die Rekonstruktion der Bahnlinie zwischen der Sambesi-Brücke "Dona Ana" in Mutarara und dem Grenzort Vila Nova da Fronteira zum Nachbarstaat Malawi, auch Tete-Eisenbahn zwischen Mosambik und Malawi genannt. Es handelt sich um eine Investition von etwa 30 Mio. USD (25 Mio. EUR) die der Öffentlichen Einrichtung Portos e Caminhos de Ferro de Moçambique (CFM) ausgezahlt wird.

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Die wiederaufzubauende Infrastruktur ist etwa 44 km lang und soll den Verkehr von Güter- als auch Personenzügen vom Hafen Beira ins benachbarte Malawi und umgekehrt ermöglichen. Die Sanierung dieser Infrastruktur wird zur Schaffung von mehr als 150 neuen Arbeitsplätzen beitragen, für die lokale Arbeitskräfte eingestellt werden sollen.

Die über 44 Kilometer lange Nebenstrecke war seit September 1986 aufgrund des Destabilisierungskrieges, der das Wirtschaftsgefüge mit schwerwiegenden Folgen für Mosambik zerstörte, lahmgelegt. Ziel ist es, die Logistik des Gütertransports von und nach Malawi zu verbessern, einem Binnenland, das jährlich die mosambikanischen Häfen für den Import und Export von etwa 48 Millionen Tonnen verschiedener Produkte nutzt.

"Mit dieser Initiative wird der Wunsch der beiden Länder verwirklicht, die Logistik der Importe und Exporte dieses Bruderlandes durch mosambikanische Hafeneiseninfrastrukturen zu verbessern", sagte Nyusi.

Der Staatsmann erklärte, dass die Wiederaufnahme der Eisenbahnverbindung zwischen Mosambik und Malawi an den Heroismus der Eisenbahner bei der Operationalisierung des Zugverkehrs während der Zeit des Destabilisierungskrieges erinnert. "Es gibt Bürger, die, als sie hörten, dass wir zur Grundsteinlegung kommen, fast Tränen vergossen haben, weil sie sich daran erinnern, dass viele Menschenleben auf der Strecke geopfert wurden, und weil sie wissen, dass die Strecke nach einer langen Zeit der Inaktivität wieder in Betrieb genommen wird", sagte Präsident Nyusi.

Die Arbeiten bestehen aus der vollständigen Rekonstruktion der Nebenstrecke und anderer angrenzender Infrastruktur, die in einer ersten Phase noch in diesem Jahr den Verkehr von kommerziellen Zügen vom Hafen von Beira ins benachbarte Malawi und später den Verkehr von Personenzügen ermöglicht, eine Maßnahme der sozialen Verantwortung, die die Regierung der CFM anvertraut hat.

Die Investition in die Strecke ermöglicht eine Erhöhung der maximalen Streckengeschwindigkeit von bisher 30 km/h auf 60 Stundenkilometer und eine Kapazität von 20,5 Tonnen pro Achse gegenüber der bisherigen Kapazität von 16,5 Tonnen.

WKZ, Quelle Präsidentschaftsportal, CFM

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