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Freitag, 03 September 2021 07:00

Senegal: Dakar - Tambacounda soll in Normalspur wieder aufgebaut werden

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Fotos Présidence de la République du Sénégal.

Die Einstellung des Zugverkehrs auf der Strecke Dakar - Tambacounda seit 2018 beeinträchtigt weiterhin die Mobilität der Nutzer der Strecke sowie die Ausbeutung von Phosphaterzen im Osten des Landes. Die senegalesische Regierung bemüht sich, diese Situation so schnell wie möglich zu lösen und hofft, von Kanada über die Canadian Commercial Cooperation (CCC) einen Finanzrahmen von 1965 Mrd. FCFA (2,9 Mrd. Euro) zur Finanzierung des Eisenbahnprojekts "Dakar - Tamba" zu erhalten.

Dies erklärte Kibily Touré, Generaldirektor der Société nationale des chemins de fer du Sénégal (CFS), in einem Interview mit dem senegalesischen Medienunternehmen Le Soleil. Nach dem Scheitern eines 2018 aufgestellten binationalen Norfallplans mit dem Nachbarstaat Mali für die Meterspurstrecke Dakar - Tambacounda - Bamako, wurde Kibily Touré zum Generaldirektor der CFS ernannt.

Die senegalische Nationalversammlung hatte im Mai 2020 den Gesetzentwurf zur Gründung einer nationalen Gesellschaft namens Chemins de fer du Sénégal (CFS) verabschiedet, die die Agence nationale des chemins de fer (ANCF) und die Dakar Bamako Ferroviaire (DBF) ersetzt. Die Gründung der CFS diente als Grundlage einer "Politik zur Wiederbelebung der Eisenbahn im Senegal". Das gesamte Personal und die Vermögenswerte der ANCF werden auf die CFS übertragen. Mehr noch, fügte das Infrastrukturministerium hinzu, "die Vermögenswerte der ehemaligen Régie des chemins de fer du Sénégal (RCFS) und der Société nationale des chemins de fer du Sénégal (SNCS) werden ebenfalls auf die CFS übertragen. Das Personal und die Vermögenswerte von Dakar Bamako ferroviaire (DBF) werden auf die CFS übertragen, die für die Liquidation der DBF zuständig sein wird."

Die Neubaustrecke "Dakar - Tamba" ist ein Eisenbahnprojekt, das den Wiederaufbau der Strecke zwischen Dakar und Tambacounda, einer Stadt im Osten des Landes, die etwa 467 km von der Hauptstadt entfernt liegt, umfasst. Das vorgestellte Projekt soll es ermöglichen, "eine neue Normalspurstrecke mit zwei Gleisen und einem Achsgewicht von 22,5 Tonnen" zu errichten. Bei diesem ersten Abschnitt handelt es sich um die Haupteisenbahnstrecke, an die 194 km lange Nebenstrecken für den Bergbau, die Industrie und den Hafen angebunden werden sollen.

Für die Durchführung des Projekts hat der kanadische Bauriese AECOM bereits im vergangenen Jahr angekündigt, dass er die Arbeiten leiten wird.

Vorbehaltlich der Validierung der Vereinbarung, die derzeit vom Ministerium für Finanzen und Haushalt und dem Ministerium für Wirtschaft, Planung und Zusammenarbeit überprüft wird, plant die Regierung, die Arbeiten im September 2022 aufzunehmen. Der Durchführungszeitraum beträgt 54 Monate.

WKZ, Quelle GTAI, Agence Ecofin

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