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Montag, 22 Januar 2018 19:11

Vereinigte Staaten: Am Donnerstag Beratungen über Strafzölle für Bombardier-Flugzeuge

Nachdem das US-Handelsministerium im Dezember 2017 entschieden hatte, dass die Flugzeuge der C-Serie von Bombardier wegen "illegaler staatlicher Beihilfen" mit einem Strafzins von 292 % belegt werden sollten und die Anwendung dieser Maßnahmen am Donnerstag (25.01.18) von vier Abteilungen der Internationalen Handelskommission (US International Trade Commission, ITC) beraten werden muss, kommt wieder Bewegung in den für Bombardier wichtigen Wettbewerbsnachteil. Der republikanische US-Senator Jerry Moran warnte die Handelskommission vor einer harten Maßnahme, da Boeing dahinter seine wahren Absichten verberge: die geplante Übernahme des brasilianischen Flugzeugbauers Enbraer.

Boeings Taktik ist jetzt klar, schreibt die kanadische Tageszeitung Le Devoir: Erstens: Den Eintritt von Bombardiers C-Serie auf dem amerikanischen Markt mit einer unbegründeten Beschwerde zu verhindern. Zweitens: Erwerb von Embraer, die ebenfalls ein Flugzeug herstellen, das mit der C-Serie in Konkurrenz steht. Und drittens, ein Monopol für den Verkauf kleinerer Single-Aisle-Flugzeuge auf dem amerikanischen Markt herzustellen.

Bombardier baut inzwischen an seinen Plänen weiter aus, eine Mehrheit der Produktion am C-Series-Geschäft an Airbus abzugeben. Es könnten sich dann auf dem Flugzeugmarkt Boeing/Enbraer und Airbus/Bombardier gegenüberstehen.

WKZ, Quelle Le Devoir, Fightglobal

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