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Freitag, 23 Februar 2018 10:59

Simbabwe: Südafrika liefert neue Lokomotiven und Rollmaterial - Land "open for business"

simb

Foto President of Zimbabwe.

Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa hat gestern (22.02.17) während einer feierlichen Zeremonie zur Auslieferung neuen Rollmaterials für die Eisenbahn sein Land als "open for business" bezeichnet. Die National Railways of Zimbabwe (NRZ) wird sieben Streckenlokomotiven, sieben Reisezugwagen und 151 weitere Waggons von einem Konsortium, bestehend aus der Simbabwe Diaspora Infrastructure Development Group (DIDG) und der staatlichen südafrikanischen Eisenbahngruppe Transnet SOC Ltd im Rahmen eines sechsmonatigen, verlängerbaren Leasing-Vertrags erhalten, um Simbabwe bei der Bewältigung seines unmittelbaren Eisenbahnbedarfs zu unterstützen.

Mnangagwa sagte, dass mit dem Joint Venture ein Infrastruktur-Rekapitalisierungsprojekt im Wert von 1,76 Mrd. USD begonnen wurde, bei dem der Interims-Leasingvertrag Teil eines Angebots zur Rekapitalisierung der Eisenbahn im Wert von 400 Mio. USD sei. Den Zuschlag erhielt das Joint-Venture DIDG-Transnet im Jahr 2017.

An der ursprüngliche Ausschreibung nahmen 82 Bewerber teil, von denen sechs in die Vorauswahl kamen: China Civil Engineering, Sino Hydro, Crowe Horwath & Welsha, SHM Railway of Malaysia und Croyeaux of Zimbabwe. Deloitte war der Berater für die Transaktion.

Die Komplettlieferung umfasst schließlich 24 Streckenlokomotiven und mehrere hundert weitere Fahrzeuge, darunter auch die Modernisierung alter NRZ-Fahrzeuge. Mit dem Projekt, das in Simbabwe als "Road to Rail Intervention" bekannt ist, soll die Bahnkapazität des Landes wieder auf 8 Mio. t pro Jahr erhöht und die Signal- und Kommunikationsinfrastruktur verbessert werden. Die Frachtkapazität der NRZ war von 8 Mio. t im Jahr 1998 auf rund 2,8 Mio. t im Jahr 2017 gesunken. Der Güterverkehr macht 95% der Einnahmen des Unternehmens aus.

Aufgabe der DIDG mit Sitz in Johannesburg ist es, ausländisches Kapital und Fähigkeiten anzuziehen, um die kritische Infrastruktur Simbabwes zu entwickeln und zu privatisieren. Die Regierung Simbabwes wird laut Joram Gumbo, dem Vorstandsvorsitzenden der NRZ, keine finanziellen Garantien geben, während Transnet verlautbaren ließ, das Joint Venture nicht finanzieren zu wollen. Es werde von seinen Kunden finanziert.

WKZ, Quelle Business Day, Transnet

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Letzte Änderung am Freitag, 23 Februar 2018 11:06