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Freitag, 02 März 2018 07:00

Iran: Abkommen mit Stadler über U-Bahnen für 1,1 Mrd. Euro

Ein Abkommen bzw. eine Kooperation mit einem Volumen von rund 1,1 Mrd. Euro wurde am Mittwoch zwischen Ali Araqchi, dem Generaldirektor für internationale Angelegenheiten von IDRO (Industrial Development & Renovation Organization of Iran), und Mohammad Rahmani, dem führenden Verhandlungsführer von Stadler, unterzeichnet. Im Rahmen des Abkommens werden 728 U-Bahnwagen für Teheran und 232 Wagen für Karaj gebaut.

Bei der Unterzeichnung waren auch der Schweizer Botschafter in Teheran, Markus Leitner, und der stellvertretende Minister für Industrie, Bergbau und Handel, Mansor Moazami, anwesend. Der iranische Bauherr Polur Sabz Kerman wird im Rahmen der Vereinbarung für die Umsetzung des Projekts verantwortlich sein. Stadler hat sich bereit erklärt, eine Finanzierung in Höhe von 85% der Wertschöpfung in Form einer von der SERV (Schweizerische Exportrisikoversicherung) genehmigten Kreditlinie bereitzustellen.

Das Projekt zielt auch darauf ab, die Widerstands-Ökonomie im Land durch die Schaffung von beruflichen Möglichkeiten für iranische Experten zu stärken. Widerstands-Ökonomie ist ein von Imam Chamene'i eingeführter Begriff zur Beschreibung einer die Ziele der Islamischen Revolution unterstützenden Ökonomie.

Auch der Transfer von technischem Wissen nach den europäischen Regeln der Technik ist einer der Vorteile, die sich aus dem Vertrag ergeben. Nach Angaben der Schweizer Botschaft im Iran auf Twitter kommen die Züge bis Ende 2020 auf die Schienen.

WKZ, Quelle IRNA

Anmerkung der Redaktion: Die iranische Nachrichtenagentur IRNA spricht von einem "Vertrag", die Schweizer Botschaft im Iran von einem "Infrastructure Deal". Stadler bestreitet gegenüber dem Schweizer Handelsblatt, einen "Vertrag" unterzeichnet zu haben, man sei immer noch in Verhandlungen.

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Letzte Änderung am Freitag, 02 März 2018 07:33