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Freitag, 10 Februar 2023 07:00

Malawi/Mosambik: Erste Materialzüge zum Wiederaufbau der Eisenbahn in Malawi

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Fotos CFM.

Das Unternehmen Portos e Caminhos de Ferro de Moçambique (CFM) hat am 06.02.2023 den ersten offiziellen Zug mit Material für den Wiederaufbau der Malawi-Eisenbahn von Vila Nova da Fronteira aus abgefahren.

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Das Material, das (zum jetzigen Zeitpunkt) aus Zement besteht, verließ den Hafen von Beira am vergangenen Freitag, dem 3. Februar, und gehört dem chinesischen Unternehmen CR20, das für den Wiederaufbau der malawischen Eisenbahn verantwortlich ist. CR20 geht davon aus, dass der größte Teil des Materials, das für die Arbeiten verwendet wird, durch Vila Nova da Fronteira transportiert wird.

Startschuss für den Wiederaufbau der Eisenbahnlinie Dona Ana Vila - Nova da Fronteira

Erinnern wir uns daran, dass die Umsetzung dieses wichtigen Projekts, das den Herausforderungen der Logistikkette der südlichen Region Afrikas im Rahmen der SADC (Southern African Development Community) gerecht wird, der Leitlinie des Treffens zwischen den beiden Staatsoberhäuptern (Mosambik und Malawi) folgt, das Ende 2020 in Songo stattfand und bei dem der Startschuss für den ersten Stein für die Arbeiten auf mosambikanischer Seite im Mai 2021 vom Präsidenten der Republik, Ing. Filipe Jacinto Nuysi, gegeben wurde.

Die CFM führte die auf 30 Mio. USD (28. Mio. EUR) veranschlagten Arbeiten an der 44 km langen Verlängerung mit einheimischen Fachkräften und eigenen Mitteln fristgerecht aus und wartete auf den malawischen Partner, dessen Arbeiten derzeit mit der Mobilisierung von Materialtransporten und Erdarbeiten beschäftigt sind.

Die Eisenbahnlinie zwischen der Zambeze-Brücke Dona Ana bei Mutarara und der Grenzstadt Vila Nova da Fronteira war seit September 1986 infolge des Krieges der nationalen Destabilisierung lahmgelegt. Die Inbetriebnahme dieser Linie wird in einer ersten Phase den Verkehr von kommerziellen Güterzügen vom Hafen von Beira ins benachbarte Malawi und später den Verkehr von Personenzügen ermöglichen. Die Strecke von Malawi nach Beira eröffnet dann auch eine Alternative zum Nacala-Korridor, der Malawi mit dem nordmosambikanischen Hafen Nacala verbindet.

Mit dem Umbau hat die Linie eine Kapazität von 20,5 t pro Achse gegenüber den bisherigen 16,5 t pro Achse, und die Umlaufgeschwindigkeit wird von bisher 30 km/h auf 60 km/h erhöht, was bedeutet, dass sie 30 Mio. t pro Jahr  befördern kann, wobei je nach Bedarf auch mehr transportiert werden kann.

Michael Strohn, WKZ, Quelle CFM, Port Technology

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