Vereinigte Staaten: Stadler liefert Wasserstoffzüge für Kalifornien


Fotos Caltrain, Stadler.
Caltrans hat heute (12.10.2023) mit Stadler Rail, Inc. einen historischen Vertrag im Wert von 80 Mio. USD über die Lieferung der ersten emissionsfreien Intercity-Passagierzüge mit Wasserstoffantrieb in Nordamerika unterzeichnet und damit Kaliforniens Stellung als Weltmarktführer im Bereich umweltfreundlicher Verkehrsmittel gestärkt.
Die Fahrzeuge werden auf dem erfolgreichen FLIRT-Konzept (Fast Light Intercity and Regional Train) von Stadler basieren und die Zusammenarbeit mit der San Bernardino County Transportation Authority bei der Entwicklung von selbstangetriebenen Triebzügen mit emissionsfreien Wasserstoff-Brennstoffzellen erweitern, ohne dass eine separate Lokomotive erforderlich ist. Die Anschaffung wird aus dem historischen 10-Mrd.-USD-Paket von Gouverneur Gavin Newsom finanziert, das der California State Transportation Agency (CalSTA) 407 Mio. USD für die Demonstration und den Kauf oder das Leasing modernster umweltfreundlicher Bus- und Bahnausrüstung und -infrastruktur zur Verfügung stellt.
Toks Omishakin, Verkehrsminister von Kalifornien: "Kalifornien ist wieder einmal landesweit führend bei der Bereitstellung innovativer umweltfreundlicher Transportmöglichkeiten, die den Menschen und dem Planeten zugute kommen. Diese hochmodernen Wasserstoffzüge werden die Leistungsfähigkeit einer neuen Technologie demonstrieren und unsere künftige elektrifizierte Hochgeschwindigkeitsstrecke für ein erweitertes umweltfreundliches Schienennetz ergänzen."
Tony Tavares, Direktor von Caltrans: "Kalifornien nutzt unsere Verkehrsgelder, um innovative Lösungen wie diese emissionsfreien Wasserstoff-Personenzüge zu finanzieren, die die Umweltverschmutzung durch die Erderwärmung erheblich reduzieren und den Klimawandel bekämpfen und sich an ihn anpassen - und gleichzeitig den Reisenden eine Alternative zum Auto bieten."
Martin Ritter, CEO Stadler US, sagt: "Unsere Entwicklung des Batterie-Brennstoffzellen-Zuges verändert die US-Schienenfahrzeugindustrie für alternative Antriebssysteme und kombiniert die typische StadlerSpitzenqualität und Zuverlässigkeit. Wir treiben Innovationen voran, die nicht nur den Schienenverkehr, sondern das Wesen des nachhaltigen Verkehrs in Amerika verändern." Er fügt hinzu: "Dieser Auftrag ist ein Beweis für unser unermüdliches Streben nach nachhaltigen, umweltfreundlichen Transportlösungen, und wir freuen uns sehr, dass wir auf dem Weg Kaliforniens in eine sauberere, grünere Zukunft eine zentrale Rolle spielen."
"Stadler hat sich zum Ziel gesetzt, mit seinen Fahrzeugen und Dienstleistungen dazu beizutragen, dass das Reisen in Nordamerika umweltfreundlicher wird. Nur sehr wenige Bahnstrecken in den USA sind elektrifiziert, deshalb sind Lösungen wie der FLIRT H2 hier so wichtig", sagt Ansgar Brockmeyer, EVP of Marketing and Sales, Stadler Group.
Der Vertrag umfasst einen Grundauftrag in Höhe von 80 Mio. USD für die ersten vier Züge sowie Optionen für bis zu 25 weitere Züge, die in ganz Kalifornien eingesetzt werden können. Während die Grundbestellung der Züge in erster Linie zwischen Merced und Sacramento auf dem erweiterten San Joaquin und Altamont Corridor Express Valley Rail Service eingesetzt werden soll, der auch mit dem ersten Hochgeschwindigkeitszug zwischen Merced und Bakersfield verbunden sein wird, werden die Züge auch auf Korridoren im ganzen Bundesstaat in Abstimmung mit Intercity- und Regionalbahnpartnern eingesetzt.
Die heutige Ankündigung baut auf mehr als 1 Mrd. USD an Investitionen in emissionsfreie Verkehrsmittel allein in den letzten Monaten auf. Im Juli kündigte Gouverneur Newsom rund 450 Mio. USD für emissionsfreie Infrastruktur, Lokomotiven, Schiffe und Fahrzeuge als Teil einer historischen Investition zum Aufbau einer effizienteren, nachhaltigeren und widerstandsfähigeren Lieferkette an. Im April kündigte Gouverneur Newsom mehr als 690 Mio. USD für öffentliche Verkehrsprojekte an, die zum Kauf von 277 neuen emissionsfreien Fahrzeugen im ganzen Bundesstaat und zur Entwicklung mehrerer vorrangiger Mobilitätsknotenpunkte und Schienenprojekte führen werden.


Fotos SBCTA.
Eine Partnerschaft zwischen Stadler und der San Bernardino County Transportation Authority (SBCTA) machte die Entwicklung des ersten wasserstoffbetriebenen Zuges in Nordamerika möglich. Das innovative Fahrzeug wurde auf zwei internationalen Veranstaltungen der Weltöffentlichkeit vorgestellt: Auf der InnoTrans 2022 und diese Woche auf der APTA EXPO in Orlando, wo es die Aufmerksamkeit von Industriepartnern, Verkehrsbetrieben, Eisenbahnfans und Umweltschützern erregte.
Der neue Wasserstoffzug von Stadler wurde sowohl in der Schweiz als auch in den USA ausgiebig getestet und hat dabei seine aussergewöhnliche Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt. Die erfolgreichen Tests haben zu einer beispiellosen Entscheidung von CalSTA und Caltrans geführt, diesen innovativen Weg gemeinsam mit Stadler weiter zu beschreiten.
Pressemeldung Stadler, SBCTA, Caltrain




