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Dienstag, 24 April 2018 07:00

Demokratische Republik Kongo: Manganerzabbau nach Wiedereröffnung der Bahn zum Hafen Lobito wieder angelaufen

Der Manganerzabbau durch die Minengesellschaft Kisenge Manganèse in der Provinz Lualaba (Demokratische Republik Kongo) scheint seit der Wiedereröffnung der Eisenbahnverbindung zwischen Dilolo in der Provinz Lualaba und dem Hafen von Lobito in Angola am 05.03.18 wieder aufgenommen worden zu sein, wie Radio Okapi berichtet.

Am Sonntag, den 22. April 2018, ist der vierte Zug mit Rohmanganerzen nach Hongkong in China aufgebrochen. Der Zug der Société nationale de chemin de fer du Congo (SNCC) enthielt 1.000 t Manganerz in 25 Containern. Die Mineralien gehören zu den 400.000 t, deren Abtransport wegen des Bürgerkriegs in Angola blockiert war. Der Krieg zwang das Unternehmen, seine Aktivitäten einzustellen, da die Lobito-Bahn in Angola die einzige Möglichkeit darstellte, diese Mineralien zu verkaufen.

Dieselben Quellen berichten, dass, selbst wenn der Preis pro Tonne auf dem Weltmarkt 260 USD beträgt, die Firma Kisenge Manganèse nur 45 USD für eine Tonne verkaufter Erze erhält. Immerhin konnte dank der Wiederaufnahme der Tätigkeit die Geschäftsleitung den Minenarbeitern nach fast 16 Jahren Rückstand nun wieder ein halbes Monatsgehalt zahlen. Einige Minenarbeiter sind der Meinung, dass der kongolesische Staat die Erneuerung der Produktionsinstrumente zur Wiederbelebung des Erzabbaues erwägen sollte.

Das abgebaute Mangancarbonat verfügt über einen Anteil von 47-50% Mangan. Das Manganerz wird in elektrolytisches Mangandioxid (EMD) für Zink-Kohlenstoff-Batterien umgewandelt.

WKZ, Quelle Radio Okapi

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