China: Über 100 Verletzte bei Auffahrunfall der Pekinger U-Bahn
Bei einem Unfall in der abendlichen Rushhour in der Pekinger U-Bahn erlitten 102 Menschen nach einem Auffahrunfall auf einem oberirdischen Gleisabschnitt Frakturen, berichteten staatliche Medien am 15. Dezember. Der Zug war auf einem oberirdischen Streckenabschnitt unterwegs, als sich der Unfall in der Nähe des Bahnhofs Xi'erqi in Richtung des Bezirks Changping im Norden der Stadt ereignete.
Die Räder des hinteren Zuges, der leicht bergab fuhr, gerieten beim Bremsen ins Gleiten und konnte nicht mehr anhalten. Er prallte in den hintersten Wagen des führenden Zuges. Beide Züge waren während der abendlichen Hauptverkehrszeit mit zahlreichen Fahrgästen an Bord von der Station Xi'erqi zur Station Life Science Park unterwegs.
Die chinesische Hauptstadt, in der solche Vorfälle selten sind, wurde in den letzten Tagen von Schneestürmen heimgesucht, die die Betriebsbedingungen beeinträchtigten und zu Verspätungen im gesamten Stadtgebiet führten.
"Wir sprechen den Fahrgästen, die bei diesem Unfall gestrandet, verängstigt und verletzt wurden, unser aufrichtiges Beileid und unser tiefes Bedauern aus. Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, um die Verletzten zu behandeln und die Folgen des Unfalls zu bewältigen", heißt es in der Mitteilung der Stadtverwaltung. "Wir werden den Betrieb bei extremen Wetterbedingungen und die Notfallpläne verbessern, um die Sicherheit des Stadtbetriebs zu gewährleisten.
Der Unfall ereignete sich am 14. Dezember um 18.57 Uhr. Bis etwa 23 Uhr wurden insgesamt 515 Personen zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht, von denen 102 Knochenbrüche erlitten", berichtete der staatliche Sender CCTV am 15. Dezember. Es seien keine Todesfälle zu verzeichnen gewesen. Um 6 Uhr morgens am 15. Dezember waren 423 Personen aus dem Krankenhaus entlassen worden. 67 weitere Personen wurden noch behandelt, während 25 Personen unter Beobachtung standen.
Eine vorläufige Untersuchung des Vorfalls ergab, dass das schneereiche Wetter zu rutschigen Gleisen und einer "Signalverschlechterung" geführt hatte, was zu einem Auffahrunfall führte, hieß es in dem Bericht.
GK, WKZ, Quelle China Daily, The Strait Times




