Honduras: Hafen Puerto Castilla als Ort des nationalen Interesses für den Bau der Interozeanische Eisenbahn erklärt


Fotos CONFI.
Die Nationale Kommission für die Interozeanische Eisenbahn (Comisión Nacional del Ferrocarril Interoceánico, CONFI) hat am 16.03.2024 Puerto Castilla zu einem Gebiet von nationalem Interesse für den Bau der Interozeanische Eisenbahn in Honduras erklärt, wie aus einem Kommuniqué der Kommission hervorgeht.
In dem Dokument, das von Héctor Manuel Zelaya Castro, dem Präsidenten dieses Gremiums, verlesen wurde, heißt es, dass der Hafen im Departement Colón ein Gebiet von vorrangigem Interesse für die Verwirklichung des ehrgeizigen Projekts ist, das den Golf von Fonseca mit dem Karibischen Meer verbinden soll.
Während der Sitzung hielt der Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Vizeadmiral José Jorge Fortín, einen Vortrag über die Bedeutung der Sanierung der Häfen, die privilegierten Zonen des Landes und darüber, dass das Projekt der Großen Nationalen Interozeanischen Eisenbahn (Gran Nacional del Ferrocarril Interoceánico) ein Projekt von nationaler Sicherheit und öffentlichem Interesse ist.

Die Kommission erklärte daraufhin Puerto Castilla zu einem Gebiet von nationalem Interesse und hob die Priorität für den Bau der Großen Nationalen Interozeanischen Eisenbahn hervor, die ein wesentlicher und grundlegender Faktor für die Entwicklung des Landes und der Region sein wird und somit das Wohlergehen heutiger und zukünftiger Generationen garantiert.
Der Exekutivpräsident nutzte seinerseits die Gelegenheit, um den Kommissaren die Errungenschaften und Vereinbarungen vorzustellen, die nach der Arbeitsreise nach Mexiko erzielt wurden, wo er mit der Außenministerin Alicia Bárcenas und dem Unterstaatssekretär für Verkehr, Rogelio Jiménez Pons, zusammentraf und die Lehren aus den Erfahrungen mit dem Maya-Zug und dem Interozeanischen Korridor des Isthmus von Tehuantepec mitteilte.
Diese Annäherung an die jüngsten Erfahrungen im Eisenbahnbau wird den Erfolg des von Präsidentin Xiomara Castro geförderten Projekts Gran Nacional del Ferrocarril Interoceánico sicherstellen und somit die Bestrebungen der mittelamerikanischen Völker erfüllen, indem der Güterverkehr zwischen dem Atlantik und dem Pazifik erleichtert wird, was Honduras auf internationaler Ebene an die Spitze des kommerziellen Transportangebots stellen wird.
Der Interozeanische Korridor in Honduras
Die honduranische Präsidentin Xiomara Castro erklärte im Oktober 2023, dass das Projekt des interozeanischen Eisenbahnkorridors, das das Land seit mehreren Jahren plant, von "nationalem Interesse" sei und internationalen Unternehmen, die sich daran beteiligen wollen, vorgestellt werden wird. "Ich erkläre im Namen des Staates, dass der interozeanische Zug, der den Atlantischen Ozean mit dem Pazifischen Ozean verbinden soll, ein Projekt von nationalem Interesse ist, um die öffentlichen und sozialen Interessen der neun Millionen Honduraner zu schützen." Sie fügte hinzu, dass das Projekt die Gründung einer öffentlich-privaten Partnerschaft vorsieht, nannte aber keine Einzelheiten.
Im Juli wurde das 20-Milliarden-Dollar-Projekt China nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Honduras vorgestellt. Dies war nur möglich, weil Honduras zuvor die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan abgebrochen hatte. Außenminister Eduardo Enrique Reina erklärte, dass Spanien, Italien und Südkorea auch interessiert seien. Das Projekt umfasst Berichten zufolge den Ausbau des Hafens von Castilla, des tiefsten Hafens in der Karibik, und den Bau eines weiteren Hafens auf der Pazifikinsel Amapala, der in etwa die gleiche Tiefe aufweist. Der Schienenkorridor würde den Panamakanal ergänzen, der aufgrund seiner Tiefe nur begrenzt befahrbar ist.
WKZ, Quelle CONFI, BN Americas




