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Montag, 29 April 2024 07:00

Kolumbien: Kaffee wird wieder mit dem Zug transportiert

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Fotos ANI.

Die guten Nachrichten für die Reaktivierung der Eisenbahnen in Kolumbien gehen weiter. Am 16.04.2024 wurde eine wichtige Kaffeesendung für den Export von der Gemeinde La Dorada (Caldas) im Zentrum des Landes über den Eisenbahnkorridor zum Hafen von Santa Marta transportiert.

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Es handelt sich um die dritte Kaffeelieferung, die auf Veranlassung der Regierung des Wandels (Gobierno del Cambio) mit der Bahn transportiert wird, so dass zwischen 2023 und 2024 insgesamt 430 Tonnen transportiert werden. Bei dieser Gelegenheit wurden auf 6 Waggons 160 Tonnen Excelso-Kaffee, verpackt in 1-Tonnen-Bigbags, in die Vereinigten Staaten befördert. Für den Transport dieser Ladung wären 5 Sattelschlepper erforderlich gewesen, die in diesem Fall den Transport auf der ersten Meile ergänzten, so dass die Eisenbahn, die Straßen des Landes und der Seeverkehr optimal genutzt werden konnten.

Auf diese Weise festigt die Nationale Infrastrukturagentur (Agencia Nacional de Infraestructura, ANI) das Vertrauen der kolumbianischen Gütererzeuger, wie z.B. des Nationalen Verbandes der Kaffeeanbauer (Federación Nacional de Cafeteros, FNC), die heute auf dieses intermodale Verkehrsnetz in Kolumbien setzen, weil es logistische Vorteile, Kostensenkungen und eine Reduzierung der Schadstoffemissionen bietet.

"Diese Erfahrung ermöglicht es uns, gemeinsam mit dem Nationalen Verband der Kaffeeerzeuger dafür zu sorgen, dass Kaffee in Kolumbien wieder per Bahn transportiert wird, und damit das Engagement der nationalen Regierung für die Konsolidierung eines intermodalen Verkehrsnetzes und die Anbindung des Landeszentrums an die Häfen der Karibik und des Pazifiks durch einen effizienteren, wettbewerbsfähigeren und nachhaltigeren Verkehrsträger voranzutreiben", so Francisco Ospina Ramirez, Präsident der Nationalen Infrastrukturagentur (ANI).

Der Nationale Verband der Kaffeeerzeuger erklärte seinerseits, dass "diese Initiative eine effizientere Logistik fördert und eine wirtschaftlich tragfähige Alternative für den Kaffeesektor darstellt, da sie zur Steigerung der Exporte über den Hafen von Santa Marta beiträgt. Auf diese Weise kann die vorhandene Eisenbahninfrastruktur optimal genutzt werden".

Der Schienenkorridor zwischen La Dorada und Santa Marta ist 767 Kilometer lang und durchquert die Departements Caldas, Antioquia, Santander, Cesar und Magdalena. Die Regierung des Wandels garantierte den Betrieb durch einen öffentlichen Bauauftrag für den Abschnitt zwischen La Dorada und Chiriguaná, der eine Steigerung des Güterverkehrs auf dem Korridor um 104,6 % ermöglichte, sowie durch die laufende Konzession für das Atlantische Eisenbahnnetz an Ferrocarriles del Norte de Colombia (Fenoco).

Neben 6 Waggons mit Kaffee mobilisiert dieser Zug auch 6 Waggons mit 100 Tonnen Produkten der Bavaria-Gruppe, was die zweite Lieferung dieses Unternehmens im Jahr 2024 ist. Damit sind Landwirtschaft und Industrie wieder an Bord des Zuges, um Chancen zu schaffen und die Wirtschaft in den kolumbianischen Regionen anzukurbeln.

Interessante Fakten

ANI betreibt effizient 1.024 Kilometer Eisenbahnstrecke auf den Abschnitten La Dorada - Chiriguaná, Chiriguaná - Santa Marta und Bogotá - Belencito und garantiert so eine optimale wirtschaftliche und logistische Leistung.

Bis März 2024 wurden 8,4 Millionen Tonnen Fracht wie Papier, Keramik, Baumaterialien, Massenkonsumgüter und Mineralien auf der Schiene befördert. 145.571 Passagiere wurden mit dem Touristen- und Universitätszug auf dem Korridor Bogotá - Belencito sowie auf dem Abschnitt zwischen Puerto Berrío und Barrancabermeja (La Dorada-Chiriguaná) transportiert.

WKZ, Quelle ANI

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