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Dienstag, 02 Juli 2024 13:00

Chile: EFE Central tauscht Geschäftsführung nach Eisenbahnunglück aus

In den frühen Morgenstunden des 20. Juni stieß im Bezirk San Bernardo ein staatlicher EFE-Zug mit einem Fepasa-Güterzug zusammen, wobei zwei Menschen getötet und neun weitere verletzt wurden. In der Folge bestätigte die Empresa de Ferrocarriles del Estado (EFE) den Rücktritt des Generaldirektors Justin Siegel Stafford der zuständigen Einheit EFE Central.

In einer außerordentlichen Vorstandssitzung am Samstag, den 29. Juni um 18.30 Uhr, trat Justin Siegel mit sofortiger Wirkung als Generaldirektor der Tochtergesellschaft EFE Central zurück.

Der Verwaltungsrat der Tochtergesellschaft EFE Central nahm den Rücktritt zur Kenntnis und beschloss, María Constanza Villalobos, die bisher als Customer and Business Development Manager der Muttergesellschaft EFE tätig war, als seine Nachfolgerin auf Interimsbasis zu ernennen.

María Constanza ist Verkehrsingenieurin mit einem Master-Abschluss in Verkehrswesen und einem Aufbaustudium in Operations Management. Zwischen 2020 und 2023 war sie Fahrgastmanagerin der gleichen Tochtergesellschaft EFE Central. Die Leitung der Tochtergesellschaft setzt sich somit wie folgt zusammen:

• Generaldirektion (i): Maria Constanza Villalobos
• Leiterin des Dienstbetriebs: Lautaro Contreras
• Leiter des Eisenbahnbetriebs (i): Luis Felipe Castro
• Leiterin Fahrgastbetrieb (i): Paula Fernández

EFE Central ist eine der Tochtergesellschaften der Muttergesellschaft EFE, die für die Verwaltung des Personen- und Bahnverkehrs in der Region Mitte-Süd zuständig ist.

Es sei darauf hingewiesen, dass EFE am 27. Juni Guillermo Ramírez, den Leiter des Eisenbahnbetriebs, von seinem Posten abberufen hat.

Schließlich stellte die Staatsanwaltschaft die Hypothese auf, dass der Zusammenstoß aufgrund von Kommunikationsfehlern seitens des Triebfahrzeugführers und der EFE-Fahrdienstleitung zustande gekommen sei.

WKZ, Quelle EFE

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