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Dienstag, 30 Mai 2017 18:07

Kenia: Einweihung der Neubaustrecke Nairobi - Mombasa

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Fotos KRC.

Der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta wird am Mittwoch (30.05.17) den ersten Zug mit Fahrgästen auf die 472 Kilometer lange Reise von der Hauptstadt Nairobi in die Hafenstaft Mombasa schicken. Die innerhalb des Wirtschaftskorridors "Nord" verlaufende Eisenbahn für Investitionen von 3,2 Mrd. USD (2,8 Mrd. Euro) ist das größte Infrastrukturprojekt seit der Unanhängigkeit des Landes und wurde von der chinesischen Firma CRBC in Normalspur gebaut.

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Die Finanzierung erfolgt zu 90 % über die chinesische Export-Import-Bank (Exim), den Rest bringt der Staat auf. Das chinesische Konsortium wird den Betrieb für fünf Jahre mit 610 Eisenbahnern übernehmen, die mit der Zeit durch kenianisches Personal ausgetauscht werden. Die Regierung geht davon aus, dass sich das Bruttoinlandsprodukt durch die Strecke um etwa 1,5 % steigern wird, so dass das Darlehen in vier Jahren zurückgezahlt werden kann.

Die Weiterführung nach Naivasha im Nationalpark Rift Valley wird noch einmal 1,5 Mrd. USD kosten. In weiterer Zukunft sind Verlängerungen nach Uganda, Ruanda, Burundi, die Demokratische Republik Kongo und Sudan geplant.

Die neue Strecke ersetzt die alte Linie in Meterspur. Sie ist mit Unterführungen ausgestattet, damit Elefanten die Strecke durchqueren können. Bisher wurden jährlich zwei Elefanten tot gefahren, im letzten Jahr sogar zehn. Lastwagen benötigen derzeit zwei Tage, um Waren vom Hafen Mombasa in die Hauptstadt Nairobi zu transportieren. Die neue Strecke verkürzt die Fahrzeit bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h von zehn auf vier bis fünf Stunden für Personen- und mit 80 km/h auf acht Stunden für Güterzüge. Über die Bahn sollen pro Jahr 22 Mio. Güter transportiert werden, dass entspricht 40 % des Umschlags, der bis 2035 für den Hafen Mombasa vorhergesagt wird.

"Es gibt kein Land, das sich je entwickelt hat, ohne ein sehr robustes Eisenbahnsystem zu haben. Dies war längst überfällig", sagte Kenias Verkehrsminister James Macharia gegenüber AFP.

WKZ, diverse Quellen

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Letzte Änderung am Montag, 18 Juni 2018 18:12