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Montag, 09 Juli 2018 07:00

Argentinien: Reaktivierung der Norpatagonischen Eisenbahn

Die argentinische Regierung hat die Reaktivierung der 700 km langen Norpatagonischen Eisenbahn (Tren Norpatagónico) zwischen der Hafenstadt Bahía Blanca und Añelo in der Fracking-Zone Vaca Muerta gestartet, um die Logistikkosten auf 50 % zu senken und die Entwicklung Patagoniens zu fördern. Mit einer Investition von 570 Mio. USD unter öffentlich-privater Beteiligung (PPP) sollen direkt und indirekt 10.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.

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"Der Norpatagonische Zug wird eine sehr wichtige Rolle bei der Entwicklung von Vaca Muerta spielen, einem Projekt, das heute ohne den Zug nicht realisierbar ist und das für die Energiezukunft unseres Landes von grundlegender Bedeutung ist. Wir geben auch der regionalen Wirtschaft großen Auftrieb und beseitigen ein Entwicklungshindernis durch Investitionen in die Infrastruktur, da die Züge mit Gebrauchsgütern bis nach Añelo fahren werden, von wo sie mit Mineralien und Früchten zu viel geringeren Kosten in den Hafen von Bahía Blanca zurückkehren werden", sagte Argentiniens Verkehrsminister Guillermo Dietrich.

Die Reaktivierung des Tren Norpatagónico ermöglicht eine Versechsfachung der mit dem Zug nach Vaca Muerta transportierten Gütermenge von 700.000 t pro Jahr auf 4,1 Mio. t im Jahr 2030, unter anderem Baustoffe, Sand, Nahtlose Rohre, Obst, Methanol und Nahrungsmittel. Das Projekt wird die Transportkosten um 50% senken und auch die Geschwindigkeit auf einigen Teilstrecken von derzeit 12 km/h auf bis zu 90 km/h erhöhen.

Das Projekt umfasst einen neuen Zugang von 20 km zum Hafen von Bahía Blanca, einen zweiten Abschnitt von 540 km Länge nach Cipoletti, einen dritten Abschnitt von etwa 30 km nach Contralmirante Cordero und einen letzten, neuen Abschnitt nach Añelo, der den Fluss Neuquén überqueren wird.

Diese Investition in den Nordpatagonischen Zug ergänzt die Investitionen des Verkehrsministeriums zur Reaktivierung des gesamten Güterzugverkehrs im Land über insgesamt 9 Mrd. USD, um 9.850 km Gleis zu erneuern und 70.000 Arbeitsplätze zu schaffen. Damit soll sich das Belastungspotenzial des Schienensystems bis 2031 verfünffachen: Im Jahr 2015, dem historisch niedrigsten Zeitpunkt, wurden 18,4 Mio. t. Güter transportiert. In den kommenden Jahren soll sich die Kapazität des Schienensystems auf 97,9 Mio. t erhöhen.

WKZ, Quelle Regierung

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Letzte Änderung am Montag, 09 Juli 2018 06:54