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Donnerstag, 12 Juli 2018 07:00

Kanada: Bombardier muss 75 % der Straßenbahnen für Toronto zurückrufen

Aufgrund von Unregelmäßigkeiten im Schweißprozess, muss Bombardier 67 der ersten 89 für Toronto gelieferten Straßenbahnen zurückrufen, um "präventive Reparaturen" durchzuführen. Die betroffenen Straßenbahnen werden in Dreier- oder Vierergruppen zum Bombardier-Werk in La Pocatière gebracht. Bis 2022 sollten sie alle repariert sein.

Die Toronto Transit Authority hatte 204 Straßenbahnen bei Bombardier bestellt, die bis 2019 ausgeliefert werden sollen. Die festgestellten Probleme - unzureichende Schweißnähte, die verhindern, dass die Haltbarkeit für 30 Jahre garantiert wird - betreffen in Mexiko durchgeführte Arbeiten.

In La Pocatière arbeiten nun 20 bis 25 Personen täglich an der Behebung von Schweißproblemen. Dies dürfte dazu beitragen, den vorgesehenen Personalabbau im Werk, in dem derzeit rund 600 Mitarbeiter beschäftigt sind, zu verlangsamen.

Jede zu reparierende Straßenbahn wird für insgesamt 19 Wochen außer Betrieb sein:
• 2 Wochen Bahntransport von Toronto nach La Pocatière;
• 12 Wochen im Werk La Pocatière;
• 2 Wochen Bahntransport von La Pocatière nach Toronto;
• 3 Wochen Test in Toronto, bevor die Betriebsaufnahme erfolgt.

Alain Bellemare, Präsident und CEO von Bombardier, reagierte auf den Rückruf der betroffenen Straßenbahnen: "Es ist definitiv eine Enttäuschung. Aber man muss die Dinge ins rechte Licht rücken ... Die Technik ist komplex, es sind technische Probleme. Die Probleme sind jetzt gelöst. Die erneuerten Züge verfügen über die richtigen Schweißzulassungen."

Der Bürgermeister von Toronto, John Tory, ist wenig erfreut: "Meine extreme Frustration über diesen Vertrag, den der vorherige Stadtrat 2009 unterzeichnet hat, ist kein Geheimnis."

WKZ, Quelle Radio Canada, Huffpost

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