Australien: Finanzierung der Eisenbahnlinie zur Carmichael-Kohlemine scheint sicher
Die Adani-Gruppe steht kurz offenbar davor, die Finanzierung für eine Eisenbahnlinie zur Versorgung der 16,5 Mrd. AUD (10,4 Mrd. Euro) teuren Carmichael-Kohlemine in Queensland zu sichern. Karan Adani, der Sohn von Firmenchef Gautam Adani und der Leiter des Hafengeschäfts des Mischkonzerns, sagte der indischen Economic Times, das Unternehmen habe "die Finanzierung der Mine abgeschlossen". Ein Darlehen für eine Eisenbahnlinie, die das Galiläa-Becken mit dem Hafen von Abbot Point verbindet, würde kurz vor dem Abschluss stehen. "Wenn das erledigt ist, fangen wir an", sagte er.

Herr Adani betonte, dass das Unternehmen alle notwendigen Regierungs- und Umweltgenehmigungen im Zusammenhang mit der Kohlenmine im Galiläa-Becken im Zentrum von Queensland habe. Die Finanzierung für die Mine ist nun abhängig von der Finanzierung der etwa 1 Mrd. USD teuren Eisenbahnverbindung.
Die Finanzierung der Bahnanbindung war unklar, nachdem Queenlands Premierministerin Annastacia Palaszczuk im vergangenen Jahr ein Veto gegen ein Darlehen der Bundesregierung in Höhe von 1 Mrd. AUD an Adani für das Projekt eingelegt hatte. Zuvor weigerten sich die vier großen australischen Banken, Geld für die Mine bereit zu stellen, was das Unternehmen zwang, nach Finanzierungsmöglichkeiten in Übersee zu suchen.
Die Australian Conservation Foundation betont, die Carmichael-Mine würde das Great Barrier Reef beschädigen, die Tierwelt und die Grundwasserversorgung bedrohen und für den Klimawandel einen "Turbolader" darstellen. "Dies ist kein Projekt für die Interessen der Gesellschaft und der Umwelt", sagte Stiftungschef Kelly O'Shanassy in einer Erklärung.
"Jetzt benötigen wir mehr denn je die Zusage aller politischen Parteien, dass sie diese umweltverschmutzende Kohlemine stoppen, bevor sie unser sicheres Klima und unsere natürliche Welt zerstört."
WKZ, Quelle SBS News, Guardian




