Ägypten: Chef des Staatsbahn entlassen
Der ägyptische Verkehrsminister Hicham Arafat hat beschlossen, den Chef der Ägyptischen Staatsbahnen, Sayed Salem, zu entlassen. Die Ankündigung fiel nur wenige Stunden nach einem weiteren Eisenbahnunfall am Sonntag, dem 29. Juli, auf der Strecke Kairo - Assouan, der mehrere Verletzungen und Zugverspätungen verursachte.
Trotz alledem bleibt in Ägypten als Hauptproblem die Veralterung der ägyptischen Eisenbahnen. Letztere gehören zu den ältesten Infrastrukturen der Welt und führen de facto zu vielen Wartungsproblemen.
Die Vorkommnisse im Land beinhalten daher eine Reihe von Entgleisungen oder Kollisionen, die die Bevölkerung in letzter Zeit in Trauer versetzt haben. So wurden am 13.07.18 fünf Menschen getötet und etwa 55 verletzt, als ein Zug westlich von Kairo in der Provinz Gizeh entgleiste.
Im Februar wurden mindestens 10 Menschen getötet und ein Dutzend verletzt, als ein Güterzug mit einem Personenzug in der Provinz Beheira im Norden der Hauptstadt zusammenstieß.
Auch Sayed Salems Vorgänger Medhat Choucha wurde nach einer Eisenbahntragödie entlassen, als eine Kollision auf der Verbindung Kairo - Alexandria im August 2017 zu 41 Toten führte.
WKz, Quelle Le Monde Arabe




