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Montag, 13 August 2018 07:05

Kenia: Anklagen wegen Korruption beim Bau der Strecke Nairobi - Mombasa

Die Staatsanwaltschaft in Kenia hat am Samstag (11.08.18) bekannt gegeben, gegen 14 Beamte und Geschäftsleute sowie drei Unternehmen Anklage in Bezug auf Entschädigungen bei Landkäufen zu erheben, die für den Bau der von China finanzierten Strecke zwischen der Hauptstadt Nairobi und der Küstenstadt Mombasa benötigt wurden. Unter den Angeklagten waren Mohammed Abdalla Swazuri, Vorsitzender der National Land Commission (NLC), und Atanas Kariuki Maina, Geschäftsführer der Kenya Railways Corporation.

Wie Aljazeera berichtet, folgen die Vorwürfe einer Untersuchung der Ethik- und Antikorruptionskommission EACC in Bezug auf die Behauptungen, dass die NLC gefälschte Entschädigungszahlungen für das genutzte Land geleistet habe. Nicht betroffen von den Vorwürfen sind chinesische Unternehmen oder Einzelpersonen.

Die im Mai 2017 im Rahmen der chinesischen Initiative "One Belt, One Road" eröffnete Strecke Nairobi - Mombasa ist Teil eines von den ostafrikanischen Staats- und Regierungschefs vereinbarten "Masterplans", der Kenia, Uganda, Tansania, Ruanda, Burundi, den Südsudan und Äthiopien per Bahn verbinden soll. Die Pekinger Export-Import-Bank hat 90 Prozent der Projektkosten finanziert, während die staatliche chinesische Road and Bridges Corporation für die Instandhaltung und den Betrieb der Eisenbahn zuständig ist.

Der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta hat sich wiederholt verpflichtet, die Korruption in dem Land zu bekämpfen, das im Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International für 2017 auf Platz 143 von 180 steht. Ein Bericht von Auditor General Edward Ouko entfüllte, dass fast 400 Mio. USD an öffentlichen Geldern nicht von der Regierung abgerechnet werden können.

WKZ, Quelle Aljazeera

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