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Mittwoch, 05 September 2018 07:00

Armenien/Georgien: Halbierung der Getreidetransportpreise per Bahn soll LKW-Verbot mildern

Georgien hat Armenien eine 52%ige Reduzierung der Preise für den Transport von Getreide auf der Schiene versprochen, verkündete der armenische stellvertretende Minister für Verkehr, Kommunikation und Informationstechnologie, Armen Pambukhchyan, auf seiner Facebook-Seite.

Im Rahmen eines Interimsabkommens zwischen der Südkaukasischen Eisenbahn in Armenien und der georgischen Eisenbahn Sakartwelos Rkinigsa (SR) wurden die Preise für den Transport von Getreide zwischen dem georgischen Hafen Poti und Armenien ab dem 1. September um 52 % gesenkt", sagte Pambukhchyan.

Die georgische Regierung sagte Anfang dieser Woche, dass sie den Import und Export von Getreide, Weizen und Roggenmehl per LKW ab dem 15. September in ihrem Hoheitsgebiet verbieten werde. Um einen Anstieg der Transportkosten zu verhindern, hatte daraufhin Armenien Verhandlungen mit Georgien aufgenommen, um eine Senkung der Transportpreise per Bahn zu erreichen.

Das georgische Finanzministerium erklärte, das Verbot sei wegen der riesigen Schlangen von Lastwagen, die die Grenze zu Russland überqueren, verhängt worden. Er argumentierte, dass das Verbot die Wirtschaft nicht beeinträchtigen und deshalb keine Preiserhöhung auslösen solle.

Die georgischen Geschäftsleute sind mit dieser Ansicht jedoch nicht einverstanden. Sie sagen, das Verbot würde den Preis für Brot und Mehl erhöhen und Tausende von Menschen in diesem Sektor arbeitslos machen.

Auftragnehmer schätzen, dass der Import einer Tonne Weizen pro LKW 40 USD kostet. Das Verbot würde den Preis um mindestens 30 USD erhöhen. Von Januar bis Juli 2018 wurden Getreide im Wert von mehr als 1,3 Mio. USD aus Georgien exportiert, und die Einfuhren überstiegen 62,4 Mio. USD.

WKZ, Quelle Nouvelles Arménie

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