english

Montag, 17 September 2018 11:30

Australien: Wettbewerbsbehörde hat Bedenken zur Fusion Siemens/Alstom

Die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission ACCC hat vorläufige Bedenken bezüglich der geplanten Fusion der Siemens A.G. (Siemens) Mobility Division mit Alstom S.A. (Alstom) geäußert, die in einem am 06.12.18 veröffentlichten Statement of Issues erläutert wurden.

Die Überprüfung des ACCC konzentrierte sich auf Signalsysteme für Hauptbahn-Schienenpersonenverkehrsnetze, insbesondere auf Stellwerke und automatische Zugsicherungssysteme (ATP). "Die ACCC vertritt die vorläufige Auffassung, dass der geplante Zusammenschluss den Wettbewerb bei der Lieferung von Eisenbahnsignalanlagen für Personenbahnnetze in Australien, insbesondere von Stellwerken und ATP-Systemen, erheblich einschränken könnte. Der Verlust des Wettbewerbs könnte zu höheren Preisen für die Kunden oder zu niedrigeren Service-, Qualitäts- oder Innovationsniveaus führen", sagte ACCC-Chair Rod Sims.

"Wir haben von vielen Branchenteilnehmern gehört, die ihre Wettbewerbsbedenken im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss geäußert haben. Wir werden weiterhin die konkurrenzfähigen Möglichkeiten für die Schienenpersonenverkehrsnetze in Australien prüfen."

Der geplante Zusammenschluss wird auch von den ausländischen Wettbewerbsbehörden, einschließlich der Europäischen Kommission, geprüft.

"Die ACCC arbeitet eng mit den ausländischen Wettbewerbsbehörden zusammen, da einige dieser potenziellen Wettbewerbsprobleme auch in anderen Ländern auftreten können", sagte Herr Sims.

Das ACCC fordert die interessierten Kreise auf, bis zum 20. September 2018 weitere Stellungnahmen zu dem Statement of Issues einzureichen. Die endgültige Entscheidung der ACCC ist am 29. November 2018 fällig.

WKZ, Quelle ACC

Zurück

Probeabo

Nachrichten-Filter