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Donnerstag, 18 Oktober 2018 07:05

Indien: Hochgeschwindigkeitszugprojekt könnte sich verzögern

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Foto NHSRCL.

Ein Jahr nach Beginn zum Bau des Hochgeschwindigkeitszuges Mumbai - Ahmedabad wurden von den 1.400 Hektar, die benötigt werden, nur 0,9 Hektar Land erworben, so die indische Regierungsgesellschaft, die das Projekt leitet. Das von Premierminister Narendra Modi zur Modernisierung der Infrastruktur eingeleitete 18,6-Mrd.-USD-Projekt stößt auf Widerstand von Landwirten, die mit der Entschädigung für ihnen weggenommenes Land unzufrieden sind.

Die geplante 316 Meilen lange Strecke, die die Finanzhauptstadt Mumbai mit dem Wirtschaftszentrum Ahmedabad verbindet, sollte mit Japans Shinkansen-Technologie 2023 in Betrieb gehen. Dieses Ziel scheint nun gefährdet. "Landerwerb ist ein sehr häufiges Problem in Indien und viele Projekte verzögern sich, das steht außer Frage", sagte Raghbendra Jha, Wirtschaftsprofessor an der Australian National University, gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Eine Gruppe von Landwirten, die von dem Projekt betroffen sind, haben beim Obersten Gerichtshof von Gujarat geklagt und auch die Macht der Regierung in Frage gestellt, landwirtschaftliche Flächen für Public-Private-Partnership-Projekte zu erwerben. Der Gerichtshof hat am 12.10.18 mit der abschließenden Anhörung zu den Petitionen begonnen, die den Grunderwerb für das ehrgeizige Projekt angefechten.

Für die japanische Lieferanten des Hochgeschwindigkeitszuges wie East Japan Railway Co., Hitachi Ltd. und Kawasaki Heavy Industries Ltd. war das indische Projekt ein großer Sieg über die chinesische CRRC Corp., die Siemens AG und Bombardier Inc. Nach Jahren des internationalen Marketings wurde Indien zu einem seltenen Käufer für die Shinkansen.

Die National High Speed Rail Corporation Limited (NHSRCL), die das indische Projekt baut, sagte, dass es trotz der Verzögerung beim Landerwerb keine Finanzierungslücken gibt. Das Betriebsdatum für das Projekt sei weiterhin für August 2022 geplant, ein Jahr vor dem offiziellen Fertigstellungsziel. Das Unternehmen sei dabei "verpflichtet, die Interessen der betroffenen Landwirte zu wahren."

Der für 350 km/h ausgelegte japanische "Bullet Train" wird mit einer Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h fahren, wodurch die Fahrzeit zwischen den beiden Städten von etwa sieben auf etwa zwei Stunden reduziert wird. Der größte Teil des Korridors verläuft oberirdisch, beinhaltet aber einen 21 Kilometer langen Tunnel mit sieben Kilometern unter dem Arabischen Meer.

WKZ, Quelle Bloomberg, Times of India

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Letzte Änderung am Mittwoch, 17 Oktober 2018 16:03