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Montag, 29 Mai 2017 10:52

Kamerun: Untersuchungsbericht zum Eisenbahnunglück vorgestellt

Der Kameruner Regierung hat am 23.05.17 den Bericht der Untersuchungskommission über den Eisenbahnunfall bei Eseka am 21.10.16 vorgestellt, bei dem mindestens 79 Menschen um das Leben kamen und Dutzende verletzt wurden. Die Untersuchung unter der Leitung des Präsidenten Paul Biya bestätigte die Verantwortung des Bahnbetreibers Camrail, einer 75-prozentige Tochtergesellschaft der Bolloré-Gruppe, und hebt die technischen Fehler hervor, die zu dem Unfall beigetragen haben:

"Am Ende ihrer Untersuchungen stellte die Kommission in erster Linie die Verantwortung des Betreibers Camrail für die Entgleisung des Zuges Intercity Nr. 52 fest". Ursache war die überhöhte Geschwindigkeit von 96 km/h auf einem mit 40 km/h limitierten Gleis mit starker Neigung und vielen Kurven. Diese seien durch die "Nichteinhaltung bestimmter Sicherheitsregeln durch Camrail" hervorgerufen worden. Hierzu werden ein fehlerhaftes Bremsvermögen aufgrund zusätzlich angehängter Wagen, eine nicht stattgefundene Bremskontrolle vor Antritt der Fahrt und die Hierachie des Unternehmens genannt, die die Vorbehalte des technischen Personals nicht berücksichtigte.

Basierend auf den Ergebnissen der Untersuchung kündigte das kamerunische Staatsoberhaupt eine Reihe von Maßnahmen an, um solche Tragödien in Zukunft zu verhindern. Neben der Schaffung einer Kontrollbehörde zur Verwaltung des Eisenbahnverkehrssektors wird hier die Stärkung der sozialen Belange innerhalb des Bahnbetreibers genannt. Für die Unterstützung der Angehörigen der Opfer des Zugunglücks wird ein Budget von 1 Mrd. CFA (1,5 Mio. Euro) bewilligt.

WKZ, Quelle La Tribune Afrique

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Letzte Änderung am Sonntag, 02 Dezember 2018 11:17