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Donnerstag, 03 Januar 2019 07:10

Australien: Rio Tinto schließt das Rollout für den weltweit ersten autonomen Eisenerz-Bahnbetrieb ab

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Rio Tinto hat die Software-Lösung AutoHaul™ erfolgreich eingesetzt und damit den weltweit größten Roboter-Betrieb für das erste automatisierte Fernverkehrsnetz im Schwerlastverkehr aufgebaut. Dies teilte der Minenbetreiber am 28.12.18 mit.

Der Minenriese erhielt nach ersten Testläufen im November 2017 im Mai 2018 die Genehmigung vom National Safety Regulator, seine autonome Zugflotte in Westaustralien zu testen. Seit dem Abschluss der ersten beladenen Fahrt im Juli hat Rio Tinto die Anzahl der autonomen Fahrten über seine Eisenerzbetriebe in Westaustralien kontinuierlich, kontrolliert und sicher erhöht, wobei inzwischen über 1 Mio. km autonom zurückgelegt wurden.

Das 940 Mio. AUD (580 Mio. Euro) teure Bahnprojekt mit dem Titel AutoHaul™ konzentriert sich auf die Automatisierung von Zügen, die Eisenerz aus der Region Pilbara in Westaustralien zu den Hafenanlagen von Rio Tinto transportieren. Das Netz ist der weltweit erste autonome Bahnbetrieb über große Entfernungen. Rio Tinto betreibt rund 200 Lokomotiven auf mehr als 1.700 km Gleis in der Pilbara und transportiert Erz von 16 Minen zu vier Hafenterminals.

Die durchschnittliche Rücklaufstrecke dieser Züge beträgt etwa 800 Kilometer, wobei der durchschnittliche Fahrzyklus einschließlich Be- und Entladung etwa 40 Stunden dauert. Lokomotiven mit der Software AutoHaul™ sind mit On-Board-Kameras ausgestattet, die eine ständige Überwachung durch die Einsatzzentrale ermöglichen. Alle öffentlichen Bahnübergänge im Netzwerk sind mit CCTV-Kameras ausgestattet und wurden auf den höchsten Sicherheitsstandard gebracht.

Ivan Vella, Managing Director Rail, Port & Core Services bei Rio Tinto Iron Ore, sagte: "Die sichere und erfolgreiche Bereitstellung von AutoHaul™ in unserem Netzwerk ist ein starker Beweis für den Pioniergeist innerhalb von Rio Tinto. Es war eine schwierige Aufgabe, ein Eisenbahnnetz dieser Größe und dieses Umfangs an einem abgelegenen Ort wie der Pilbara-Region zu automatisieren, aber erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein erhebliches Potenzial zur Produktivitätssteigerung, zur Erhöhung der Systemflexibilität und zur Verringerung von Engpässen besteht."

"In den kommenden Monaten werden wir unsere autonomen Aktivitäten weiter verfeinern, um sicherzustellen, dass wir den Wert für die Firma maximieren können. Wir arbeiten in diesem Zeitraum weiterhin eng mit den Lokführern zusammen und erwarten für 2019 keine Entlassungen durch den Einsatz von AutoHaul™."

WKZ, Quelle Rio Tinto, ZDNet

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